Auch wenn die überwiegende Zahl der Rentner über jahrzähnte in die Rentenkassen einbezahlt haben, kursiert häufig das falsche Vorurteil dass deren Rente aus dem bereits eingezahltem Geld finanziert wird. Der Generationsvertrag hat jedoch einen anderen Ansatz. Die arbeitende Bevölkerung zahlt das Geld nicht in die eigene Rente ein, sondern finanziert damit die Renter, die zu ihrer Zeit ebenfalls die Rente der vorgenerationen finanziert hatten.

Da nun aber die Zahl der Arbeitslosen immer weiter steigt, die Zahl der Neugeburten zurückgeht und somit logischerweise die Zahl der arbeitenden Bevölkerung sinkt, sinken auch die Beiträge in die Rentenkasse. Das bedeutet, dass die Rentner immer weniger Geld bekommen als sie ihrerseits in die Rentenkasse eingezahlt haben. In einigen Jahren wird die Rentenversicherung nicht mehr den Lebensstandart sichern können, sondern nur noch den Grundbedarf decken.

Das ist der Grund, weshalb verstärkt für private Altersvorsorge geworben wird. Bei der privaten Vorsorge steht der angesparte Betrag ausschließlich dem Sparer zu. Selbst im Falle der Arbeitslosigkeit oder bei Schulden wird dieses angesparte Geld vom Staat nicht angerührt, steht immer noch nur dem Sparer zu. Vererbt werden kann dieser Sparbetrag nur bei Abschluss eines Riestervertrages. Auch dann wird das angesparte Geld nur dem Ehepartner (oder leiblichen Kindern) überschrieben, unter der Einschränkung, dass dieser ebenfalls einen Riestervertrag abgeschlossen hat. Der Betrag wird (zuzüglich der bis dahin gezahlten staatlichen Förderungen) außerdem nur ausgezahlt, wenn sich der Tote noch in der „Ansparphase“ befand.

Ist kein erbberechtigter Ehepartner mit Riestervertrag vorhanden, werden die staatlichen Förderungen zurückgezahlt und der restliche Betrag wird der normalen Erbmasse zugeschrieben. Viele Rentenmodelle wie die Riesterrente oder die Rürup Rente machen eine Altersvorsorge Beratung empfehlenswert, da die Unterschiedlichen Varianten jeweils andere Vor- und Nachteile haben.